Schrobenhausener Geschichte

Im ersten Kriegswinter, genauer zu Weihnachten des Jahres 1914 geschah etwas vollkommen Unerwartetes, etwas, daß die Menschen noch heute berührt und zum Nachdenken anregt: Die einfachen Soldaten in den Schützengräben beschlossen entgegen den Anordnungen Frieden zu halten und den Beschuß für eine Nacht auszusetzen. Soldaten unterschiedlicher Nationen stiegen aus den Schützengräben, trafen sich im Niemandsland und verbrachten friedlich die Weihnachtsnacht miteinander. Einer von ihnen war der Sandizeller Theodor Baierl, der davon berichtete wie deutsche und französische Soldaten aus ihren Gräben stiegen, um gemeinsam Weihnachten zu feiern und ihr Brot, Bier und Tabak teilten. Und dann am folgenden Tag wieder ihre Waffen aufeinander richteten....

Es sind Geschichten wie diese, die den Vortrag von Bernhard Rödig, den er anläßlich der Veröffentlichung seines neuesten Werkes „Schrobenhausener im ersten großen Krieg“ in der Buchhandlung an der Stadtmauer hielt, so lebendig und anschaulich machen. Geschichten, die Rödig über einen langen Zeitraum zusammen getragen hat, privaten Briefen und dem Lokalteil der Heimatzeitungen entnommen und ausgewertet hat. Ergänzt wurde seine Buchvorstellung durch zahlreiche Mitbringsel, zeitgenössische Dokumente, Musik und – nicht zuletzt – von Barbara Rödig nach alten, überlieferten Rezepten gebackenen Plätzchen.

Das Buch „Schrobenhausener im ersten großen Krieg – Leben und Sterben im ersten großen Weltkrieg, in der Heimat, an den Fronten“ ist für 32,00 Euro bei uns erhältlich.