Hinter Hudlhub liegt Kainegg

 

Recht kriminell ging es vor einigen Abenden in den oberen Räumen der Buchhandlung an der Stadtmauer zu: hier trafen intrigante Landtagsabgeordnete auf unschuldige Postbeamtinnen, altein-gesessene Bauern auf gewitzte Lokaljournalisten sowie zänkische Bäuerinnen auf neugierige Touristinnen. Präsentiert wurde diese illustre Schar von Mathias Petry, der bereits zum zweiten Mal in der Buchhandlung zu Gast war und aus seinen kriminellen Heimatbüchern „Hudlhub“ und „Kainegg“ las.

 

Begleitet wurde Petry dabei wieder einmal von seiner Gitarre und der imaginären Trompete, die er wirklich virtuos aufspielt. Immer wieder unterbricht Petry seinen Vortrag, um in eigenen Worten launig aus der Welt in und um Hudlhub zu berichten.  Von genialen Erfindungen wie dem Hudlhub-Reifen beispielsweise oder von so denkwürdigen Ereignissen wie dem Besuch der Beatles in dem kleinen bayerischen Weiler „gleich nach ihrer Hamburger Reise, also nach dem Auftritt in diesem Club da“. Zum Beweis für seine Behauptung zückt Petry seine Gitarre,  spielt ein bisher eher unbekannteres Werk der fantastischen Vier und überzeugt damit auch den letzten Skeptiker im Raum.  Überhaupt schafft es der Autor die Zuhörer bestens zu unterhalten und neugierig zu machen. Wenn er davon spricht, dass es in seinem zweiten Buch „Kainegg“ um einen sehr bekannten Mordfall aus der Region geht, um den „sich unzählige Mythen und Verdächtigungen ranken“.  Mit einem hintergründigen Grinsen spricht Petry von seinen eigenen Theorien, gibt gerade genug preis, um die Neugierde und Rätselleidenschaft der Zuhörer zu wecken, ohne jedoch nur ein Wort zu viel zu verraten.  Braucht er ja auch nicht, kann man ja alles nachlesen, in seinem zweiten, „ziemlich kriminellen Heimatbuch Kainegg“.  Und wer dann erst richtig auf den Geschmack gekommen ist und wissen will, wie es mit dem Hudlhuber Feuerwehr-Trupp, dem Pfarrer, der Postbeamtin, dem intriganten Landrat und all den andern weitergeht, der kann sich jetzt schon auf das kommende Frühjahr freuen. Da soll es dann nämlich schon den dritten Band dieser Serie geben.


Lesung mit Mathias Petry

Ein Mann mit seiner Gitarre liest aus einem Buch. Erzählt von einem bayerischen Dorf namens Hudlhub und dessen Einwohnern. Der Mann, der da begleitet von seiner Gitarre und einer imaginären Trompete von dem Dorf Hudlhub erzählt und singt, ist in Schrobenhausen kein Unbekannter:  Der Chefredakteur der Schrobenhausener Zeitung, Mathias Petry, war in der Buchhandlung zu Gast und unterhielt sein zahlreiches Publikum bestens mit mehreren Geschichten aus seinem Erstlingswerk „Hudlhub - ein leicht kriminelles Heimatbuch“ .

Sprach mit viel Leidenschaft von den Einwohnern dieses Ortes, dem tollpatschigen Pfarrer mit einer Vorliebe für Don Camillo. Oder von der Steffi, die die Seele der kleinen Gemeinde ist oder dem fiesen Landrat, der brutal und eiskalt nur seine eigenen Interessen im Sinn hat und dabei auch vor unschuldigen Rehkitzen – aber halt, das will Petry dann doch nicht zu detailliert erklären, denn erstens „gruselt es sich Daheim, alleine doch viel besser und zweitens, na, dafür ist der Abend jetzt doch zu nett“. Da spielt er lieber noch ein Lied auf der Gitarre. Ganz alleine. Denn die Hudlhuber Blaskapelle hat an diesem Abend leider andere Verpflichtungen, ebenso wie der Kinderchor, der Petrys Lesungen ansonsten musikalisch untermalt und die 30köpfige Tanzgruppe…. Na, ja dann mimt Petry die Trompeten halt selber und bringt damit sein Publikum einmal mehr zum Lachen.

Ein schöner Abend war es mal wieder, eine „sehr lebendige, sehr lockere, entspannte Lesung“,  wie Frau Echtler begeistert zum Abschluss betonte.

„Hudlhub“-Buch und CD bekommen Sie selbstverständlich bei  uns in der Buchhandlung.